Rückblick auf das Schuljahr 2009/2010: Dezember 2009


03.01.2010: Letzter Tag der Darwin-Ausstellung im Berliner Naturkundemuseum:

Vor 200 Jahren, am 12. Februar 1809, wurde der britische Naturforscher Charles Robert Darwin geboren; am 24. November 1859, vor 150 Jahren, veröffentlichte er sein Werk „Über die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl”. Die große Sonderausstellung im Museum für Naturkunde anlässlich dieses Doppeljubiläums präsentiert die zwei „Reisen” Darwins zur Evolutionstheorie: die abenteuerliche Weltumsegelung mit dem Vermessungsschiff HMS Beagle (1831-1836) und die anschließende Reise des Forschergeistes, die in der Publikation der Evolutionstheorie gipfelte.

Der Besucher begibt sich auf die Beagle und mit Darwin und den Schiffs-Offizieren auf eine Reise in die Vergangenheit. Die wichtigsten Erlebnisse, Erfahrungen und Beobachtungen werden vorgestellt und gleichsam von Darwin und seinen Reisebegleitern selbst erzählt. Im „Schiff” sind Kisten und Fässer als Vitrinen bzw. Medieneinheiten gestaltet. Zu sehen sind in erster Linie Exponate, wie sie Charles Darwin auf seiner Reise sammelte und von verschiedenen Stationen aus nach England verschickte: Gesteine, Pflanzen, Tiere und Fossilien. Wenige Originale werden als „Highlights” inszeniert.

Der zweite, eher biographisch orientierte Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit der Zeit bis zur Veröffentlichung seiner Erkenntnisse. Das Leben Darwins, seiner Familie sowie wichtiger Personen im Hinblick auf den wissenschaftlichen Werdegang wird in mehreren Stationen beschrieben. Es wird gezeigt, was Darwin in diesen Jahren in England erforschte und wie er schließlich doch noch einen regelrechten Wettlauf um die Evolutionstheorie gewann.

01.01.2010: Seit heute online: Neues von der Wald-Oberschule Nr. 51 (Dezember 2009) zum Thema: Die berühmteste Waldschülerin. Ein Beitrag zur Schulgeschichte und zum Projekt "Trialog der Kulturen" (pdf)

22.12.2009: Schulleitung und Kollegium wünschen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2010, in dem sich der Geburtstag der Waldschule zum einhundersten Male jährt.

21.12.2009: Eine Arbeitsgruppe der Waldschule unter Leitung von Frau August (mit zwei Grundkursen Kunst) beteiligt sich am "Schulgartenwettbewerb im Land Berlin 2009/2010", den die Lennè-Akademie ausgeschrieben hat. In der Ausschreibung heißt es:

12 neu gestaltete Schulgärten in Berlin

Die Lenné-Akademie für Gartenbau und Gartenkultur e.V. will die Themen Naturschutz, Landschaftspflege, Ökologie, Schutz der Gesundheit und Bildung der Kinder etablieren und im Sinne Lennés fördern. Dazu rufen wir für den Zeitraum 2009/2010 zu einem Schulgartenwettbewerb auf.

Kompetenz für morgen, Gärtnern im Sinne Lennés

Mit dem Wettbewerb möchten wir die von Peter Josef Lenné verfolgten Ziele und Leitbilder fördern und für die Zukunft erhalten. Gerade in Berlin hat Lenné zahlreiche Gärten und Parks gestaltet und den städtischen Raum damit geprägt. Er verfolgte dabei Ziele, die nach wie vor Bestand haben, wie

• Städte durchgrünen unter Beachtung von Nutzen, Schönheit und Ökonomie,

• wissenschaftlich arbeiten, ganzheitlich denken und nachhaltig wirtschaften,

• Orte des Wohlfühlens schaffen,

• Gegenden aufschmücken.

Peter Josef Lenné lebte von 1789 bis 1866 und war der erste Gartendirektor am Hofe des preußischen Königs. Sein Handlungsprinzip war „Nichts gedeiht ohne Pflege und die vortrefflichsten Dinge verlieren durch unzweckmäßige Behandlung ihren Wert“. In diesem Prinzip und den von Lenné verfolgten Zielen sehen wir heute einen Bildungsauftrag, der insbesondere in Schulgärten gepflegt und fortgeführt werden soll.

Im Rahmen unseres Wettbewerbs haben die Schulen Gestaltungsfreiheit bei der Erarbeitung der Pläne und Inhalte.Die Schülerinnen und Schüler sollen aktiv mitgestalten, planen und das Geplante umsetzen. Es ist wichtig, dass sie sich mit den Zielen Peter Josef Lennés, seinem Leben und Wirken auseinander setzen. Es werden nicht nur Neuanlagen unterstützt werden, sondern es geht uns auch um die Reaktivierung bestehender Schulgärten.

Weitere Informationen bietet die Webseite der Lennè-Akademie.

20.12.2009: In Spätsommer 1945/46 schrieb die Sportlehrerin Liselott Diem über einen Wohnwagen, den „die Tertia“ erworben habe (Quelle: Waldschulchronik Nr. 13): „Ja, einen richtigen Wohnwagen, den sie ausgestaltet hat. Eine kleine Treppe führt in das Heiligtum, das durch ein Schild „Tertia“ gekennzeichnet ist. Darinnen sieht es urgemütlich aus: ein Ofen spendet Wärme, Bänke und Stühle bieten Sitzgelegenheiten, da gibt es eine Bibliothek, und Wolfgang, der Klassenführer, versammelt hier seine Gemeinschaft manchen Nachmittag um sich. Wenn es auch „Emil und die Detektive“ sind, mit denen er seine Geister im Bann hält, so hält sie doch alle zusammen ein Zauber umfangen, bis die Dämmerstunden sie auseinanderruft; der Zauber einer anderen Welt, die im kleinen Wohnwagen in ihrer Waldschule, die jetzt Vierzehnjährigen vergessen lässt, was sie in den letzten Jahren an Schrecken und vorzeitigem Leid erleben mussten.

Dass es nicht die Tertia allein ist, die ihr Leben in der Waldschule gestalten kann, das ist wohl selbstverständlich. Jede Klasse zeigt ihre Fähigkeit nach Einfall und Können. So werden die beiden obersten Klassen bald beweisen, wer von ihnen den geschicktesten Dramaturgen besitzt, denn noch vor Ostern wird die neue Bühne eingeweiht. „Turandot“ und ein Spiel um „Faust“ stehen auf dem Programm. Die Kulissenmaler und Kostümbereiter zerbrechen sich schon die Köpfe. Über die stilgerechte Einkleidung eines Mephisto wird man sich wohl bald einigen, aber – eine chinesische Prinzessin?

So bildet die Waldschule nicht nur eine Kiefern-Oase in unserem lichtgewordenen Grunewald – sie ist auch zur Oase für die Kinder der Großstadt geworden, deren Füße hier über den federnden Waldboden statt über steinige Trümmer laufen; deren Augen hier die windbewegten Wipfel der Kiefern statt der fensterlosen Ruinen schauen und deren Seele sich hier von den Bedrückungen vergangener Jahre lösen kann.

Vom „Turandot“ findet sich leider nichts im Archiv, so dass der Chronist die bewegende Frage, wer denn nun die chinesische Prinzessin verkörpern durfte, unbeantwortet lassen muss.

Hingegen fand sich ein etwas mitgenommener Theaterzettel: „Dr. Faustus“ – Tragödie von Christopher Marlowe; Unterzeile: „Aufgeführt von den Oberprimen der Waldoberschule Charlottenburg“. Umrahmt wird der englische Faust von den beiden deutschen Fragmenten aus den Dichterstuben Lessing und Lenz. Der Abiturjahrgang 1946 war an dieser Aufführung mit neunundzwanzig namentlich genannten Mitwirkenden beteiligt; ich nenne die wichtigsten „Funktions“ – und Rollenträger: Regie: Christoph Grosser (ging auch später ans Theater!), Bühnenbild: Dorrit Jehnert, Beleuchtung: Jost Lemmerich, Dr. Faustus: Herbert Dulde, Wagner: Burkard Schneider, Kaiser: Alfred Trogisch, Kaiserin: Marion Klinkmüller, Mephisto: Ralf Siegemund.

Am 13.12.2009 ist jener Ralf Siegemund, der 1946 als Abiturient den Mephisto spielte, in den USA, wo er viele Jahrzehnte lebte, verstorben. Er war zeitlebens seiner alten Schule verpflichtet und hat in seiner englischsprachigen Autobiographie ein umfangreiches Kapitel der Waldschule gewidmet.

18.12.2009: Trotz des Kälteeinbruchs wird der Aushub für die Fundamente des neuen naturwissenschaftlichen Traktes gemacht.

17.12.2009: Welche Feste feiert man im Judentum und im Islam, wenn die Christen Weihnachten feiern? Diese Frage stand im Hintergrund des heutigen Weihachtsbasars, der von 16 bis 20 Uhr in der Aula und um das Atrium stattfand. Köstlichkeiten aus vieler Herren Länder wurden von Klassen und Kursen angeboten. Ein Quiz mit 31 schweren Fragen, die beim Besuch der vielen Stände beantwortet werden konnten, veranlaßte viele, sich dann doch eher den kulinarischen Spezialitäten zuzuwenden. Oder hätten Sie's gewusst? "Wo feiern viele Australier Weihnachten? - Wie wird der Nikolaus in England genannt? - Warum feiert man Chanukka? - Wie nennt man Italien den 24. Dezember? - Wer bringt den Kindern in Italien die Weihnachtsgeschenke? - Wann feiert die russisch-orthodoxe Kirche das Weihnachtsfest? Was ist die lateinische Bezeichnung für 'Keks'? - Wofür stehen die sieben Zutaten einer Pinata? - Wann beginnen die Posadas?"
Der finanzielle Ertrag des Festes kommt dem Freundeskreis zugute, der damit die Ausgaben zur Hundertjahrfeier der Waldschule (zwischen)finanzieren will.

16.12.2009: Sieger des Basketballturniers am vergangenen Montagnachmittag wurde die Klasse 7h1. Herzlichen Glückwunsch! (Info-Brief an die Eltern).

15.12.2009: Einen Adventskalender mit schlauen Fragen bringt die ZEIT. Lesen Sie mal nach! Wer hat die Kerze erfunden, den Nußknacker, den Adventskranz? Hier gibt es die Antworten auf viele Fragen!

Übrigens: den berühmten Mathe-Adventskalender gibt es auch wieder!

Ebenso den Akademischer Adventskalender 2009 der Ruhr-Universität Bochum
Mit dem Rahmenthema „Sonne, Mond und Sterne“ steht der beliebte akademische Adventskalender der Ruhr-Universität dieses Jahr ganz im Zeichen der Astronomie: Passend zum ausgehenden internationalen Jahr der Astronomie 2009 sind es diesmal Astronomen, Astrophysiker aber ebenso Geistes- und Kulturwissenschaftler der RUB, die den Adventskalender mit Leben füllen – mit Wissenswertem rund zum Lauf den Gestirne und den damit verbundenen Hoffnungen, Segnungen und Deutungen während der Kulturgeschichte der Menschheit.

Der literarische Adventskalender bietet 24 Ausschnitte aus nie geschriebenen Romanen!

15.12.2009: Fragen zum großen Abi-Jahrgang 2012
Es wird langsam ernst: Die jetzigen Zehntklässler an Gymnasien sind der erste Jahrgang, der das Abitur bereits nach zwölf Jahren ablegt. Dies bedeutet, dass es im Sommer 2012 einen wesentlich größeren Abiturjahrgang geben wird,
denn gleichzeitig verlassen die Abiturienten die Schule, die den 13-jährigen Weg zum Abitur gegangen sind. Eltern und Schüler befürchten deshalb schlechtere Chancen auf dem Ausbildungsmarkt und im Studium wegen knapper Studienplätze.
Der Landeselternausschuss nimmt diese Befürchtungen zum Anlass und plant eine Veranstaltung, bei der „alle offenen Fragen und Probleme“ thematisiert werden sollen. Zur Vorbereitung bittet er die Eltern um Übersendung von Fragen und Hinweisen. Dazu gibt es auf der Homepage des Landeselternausschusses ein Formular (www.landeselternausschuss.de), das ausgefüllt werden kann.
Doppelte Abiturjahrgänge gibt es beispielsweise in Hamburg und Niedersachsen 2011, in Baden-Württemberg wie in Berlin 2012 und in Hessen 2013. Da die Gesamtschulen weiterhin nach 13 Jahren Abitur machen, wird der Abiturjahrgang in Berlin 2012 nicht doppelt so groß sein wie sonst, sondern „nur“ etwa um 70 Prozent größer. sve
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 15.12.2009)

11.12.2009: Weihnachtsfeier des Kollegiums in der Aula.

Knecht Ruprecht spricht
(nach Theodor Storm, behutsam modernisiert)

Von drauß vom Walde komm ich her,
Vom Teufelsberg hinten ungefähr.
Ich muss euch sagen, ich musste so sehr,
beim Eichenhaus, da konnt’ ich nicht mehr,
doch auf den Toiletten bekam ich keine Luft,
es herrscht halt nicht überall Tannenduft,
und an den Wänden und über den Sitzen,
da sah ich unfromme Sprüche mit Witzen,
da bin ich ins Oberstufenhaus,
dort sah es im Schülerklo ganz anders aus,
ich sah all überall neue Kacheln blitzen,
es roch herrlich neu! Da blieb ich dann sitzen.
Und wie ich so saß und ausruhte und sann,
Da rief’s mich mit heller Stimme an:
„Knecht Ruprecht, spül endlich, alter Gesell,
zieh die Hosen hoch und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
das Schultor ist schon aufgetan,
es glänzt das Buffet, geschmackvoll und teuer:
In der Waldoberschule ist Weihnachtsfeier!
Alt- und Jungpädagogen sollen nun
von der Last des Lehrens einmal ruhn.
Es ist zwar Advent, doch nach deren Kriterien,
beginnt die heilige Zeit erst mit den Schulferien.“
Ich sprach: „Oh lieber Herre Christ,
meine Reise auch fast zu Ende ist,
das hier ist heut’ meine letzte Schule,
wo’s eitel nette Lehrer hat, und auch recht coole.“
„Hast du das Säckchen auch bei dir?“
Ich sprach: „Das Säcklein, das ist hier;
Darin is’ nichts Dolles, doch die wird’s nicht grämen;
Beamte dürfen ja laut Gesetz nichts nehmen,
nur mal ein Lob vom Schulleiter und Wichtelschrott,
sie sind wirklich bescheiden und brav, lieber Gott.“
„Hast du die Rute denn auch bei dir?“
Ich sprach: „Die Rute, die ist hier,
doch nicht für die Lehrer, das ist meine Haltung,
die Rute kriegt dies’ Jahr die Schulverwaltung
und jener Teil vom Schulsenat,
der die Stellenauslastung errechnet hat.“
Christkindlein sprach: „So ist es recht,
so geh mit Gott, mein lieber Knecht.“

Von drauß’ vom Walde komm ich her.
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr,
die Verwaltung aber, die spart weiter Geschenken,
da müssen wir Lehrer halt an uns selber denken.

10.12.2009: Zwei Basiskurse Kunst unternehmen eine Exkursion nach Brüssow bei Prenzlau, um den Künstler Volkmar Haase zu treffen. Von Volkmar Haase stammt die Edelstahl-Skulptur Laokoon I auf dem Schulgelände. Die Exkursion findet im Rahmen eines Projekts zur Vorbereitung der Einhundertjahrfeier der Wald-Oberschule statt.
Der gut zweistündige Besuch bei Volkmar Haase bot Gelegenheit für viele Fragen, die intensiv genutzt wurde, zumal auch einige Schüler/innen des 13. Jahrgangs dabei waren, die sich bereits auf Prüfungen im sog. fünften Prüfungsfach vorbereiten. Die Werkstatt des Künstlers, seine Arbeitstechniken, die Motiv- und Themenfindung und vieles mehr wurden nachgefragt und diskutiert.

08.12.2009: Eine Festschrift entsteht. 100 Jahre Waldschule 2010 (pdf)

06.12.2009: Mitten in der Aula steht er, der Weihnachtsbaum 2009. Keiner kann ihn übersehen.

06.12.2009: Nikolaus ist schon einige Tage da. Anzutreffen in der Cafeteria in einer stillen Ecke.

05.12.2009: Nach der Grundsteinlegung vor wenigen Tagen ziert seit zwei Tagen ein Kran das Schulgelände - soll heißen: Hier wird gearbeitet. Der Neubau des naturwissenschaftlichen Trakts (Fachbereich Biologie) soll in einem halben Jahr stehen.

05.12.2009: Beim Innenausbau der naturwissenschaftlichen Räume (Physik + Chemie) geht es in schnellen Schritten voran. - Man möchte angesichts der Qualität der Ausstattung sogleich zum Physik- oder Chemielehrer mutieren!

05.12.2009: In der Vormittagssonne zeigt sich der Laokoon des Künstlers Volkmar Haase in faszinierendem Licht. Die Basiskurse Kunst beschäftigen sich derzeit mit diesem Kunstobjekt. Ein Besuch bei Volkmar Haase in der Uckermark ist für diese Woche geplant.

04.12.2009: Krimi-Lektüre bringt Wissensvorsprung im Lateinunterricht!

Auszug aus einem Interview der Süddeutschen Zeitung mit dem Autor Robert Harris über sein neues Buch "TITAN" - zu lesen auch in der englischen Version unter dem Titel "LUSTRUM"

SZ: Mister Harris, Sie haben sich zum zweiten Mal in Folge mit Cicero beschäftigt. Was ist so faszinierend an dem Mann, den wir heute vor allem als guten Redner kennen?
Harris:
Er ist einfach zu verstehen, ein Römer und doch ein moderner Mensch. Wenn man über ihn schreibt, vermindert sich die Distanz zwischen uns und den Römern sehr schnell. Er kam aus kleinen Verhältnissen und hat es bis ganz nach oben geschafft, er war kein Militarist, er war nicht grausam. Er verteidigte lieber als anzugreifen, und er versuchte, die Demokratie am Leben zu erhalten.

Das klingt alles so positiv, aber in Ihrem Buch ist er eine sehr widersprüchliche Figur; er liebt die Macht, er ist korrupt, und er tut alles, um an der Macht zu bleiben. Ist auch das "modern"?
Das ist die Natur der Politik, oder? Man kann dabei nicht sauber bleiben. Politik ist immer die Wahl zwischen zwei Übeln. Man versucht, im besten Falle, das geringere der zwei Übel zu wählen. Doch ja: Er war ein Mensch mit zwei Gesichtern - aber sind wir das nicht alle?

Am Ende unterliegt er, aber er gibt nicht auf. Macht ihn auch das zu einem modernen Helden, einem Supermann?
Er ist in diesem Sinne ein echter Politiker - die meisten wollen nicht aufgeben und machen immer weiter.


Sie gehen immer wieder in die Antike zurück, zweimal mit Cicero, einmal mit "Pompeji". Warum sind historische Stoffe in Büchern und im Fernsehen so populär, genauso wie es plötzlich wieder schick ist, Latein oder Griechisch zu lernen? Ist das eine falsch verstandene Idealisierung der guten alten Zeit?
Leser lieben es, in eine fremde Welt geführt zu werden. Außerdem sind die alten Zeiten faszinierend, weil sie unsere neue Zeit in einen Kontext setzen - schließlich gibt es den fatalen Hang, zu glauben, wir hätten alles erfunden, wir seien die ersten Menschen - als lebten wir in einer Blase. Wenn man sich aber auf diese Art der Literatur einlässt, wird einem bewusst, dass wir mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben wie zahllose Generationen zuvor. Und warum Latein und Griechisch wieder populär sind? Weil es derzeit eine einzige Supermacht gibt, weil die USA die Welt dominieren und deshalb der Blick auf alte Supermächte wieder relevant wird.

Jedermann scheint Ihre Bücher als Parabel für die moderne Politik zu lesen: Macht ist alles, Moral ein schlechter Witz, Korruption überall, und Politiker streben nur nach dem eigenen Vorteil. Ist die Welt so schlecht?
Im Gegenteil, meine Bücher sind gedacht als Feier der politischen Kunst. Sie handeln von wunderbaren Reden, zeigen, wie faszinierend Wahlen sein können, erzählen von besonders aufregenden Menschen. Cicero versucht, das Richtige zu tun - nicht immer natürlich, denn er ist kein Heiliger. Ich versuche, Politik als großes Spiel zu zeigen und zu erklären, warum manche Menschen es spielen wollen.

Quelle: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/490871
Bibliographische Daten: http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=169172&frm=false&fbm=false

03.12. 2009, 17.00 Uhr: Festausschuss-Sitzung 100 Jahre WOS / Um 19.00 Uhr findet im Lehrerzimmer die 4. Vorstandssitzung des Freundeskreises der Wald-Oberschule statt. Bei den Tagesordnungspunkten geht es u.a. um neue Anträge, um einen Info-Flyer, die 100-Jahr-Feier, die Community Seite und den TOP Verschiedenes. / Abgabe der kursbezogenen Arbeit im Rahmen der BLL (an Sekr.)

02.12.2009Studientag der Lehrkräfte  (schulinterne Fortbildung) - für Schülerinnen und Schüler kein Unterricht!

26.11.2009: Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Bildung:
Grundstein für Erweiterung der Wald-Oberschule in Charlottenburg gelegt
Charlottenburg-Wilmersdorf erhält aus dem Konjunkturprogramm II (K II) für insgesamt acht Projekte rund 12,4 Millionen Euro

Staatssekretärin Claudia Zinke, die Bezirksstadträte Reinhard Naumann und Klaus-Dieter Gröhler und Schulleiter Wolfgang Ismer haben heute gemeinsam den Grundstein für den naturwissenschaftlichen Erweiterungsbau der Wald-Oberschule in Charlottenburg gelegt. Das neue Gebäude schließt alle Funktionen für den Unterricht ein und gewährleistet durch die Art der Bebauung, dass die Energiekosten deutlich gesenkt werden. "Hier kommen die Mittel optimal zum Einsatz. Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf erhält aus dem Konjunkturprogramm II für insgesamt acht Projekte 12.350.000 Euro, mit denen er viel Gutes für seine Schulen tun kann", sagte Claudia Zinke.

Zusätzlich zum Neubau werden derzeit Umbaumaßnahmen im Bestand in der Wald-Oberschule durchgeführt. Charlottenburg-Wilmersdorf nehme bei der Umsetzung der K-II-Maßnahmen einen Spitzenplatz in Berlin ein, betonte Zinke.

Im nächsten Jahr feiert die Schule ihr 100-jähriges Bestehen. Es ist geplant, dass im Rahmen des Jubiläums das Richtfest für den Erweiterungsbau gefeiert werden kann.

25.11.2009: Ein (möglicherweise) unbedeutender Tag für die Menschheit, aber ein großer Tag für die Wald-Oberschule!
Wie oft im Leben erlebt man eine Grundsteinlegung?
Einmal, zweimal - öfter wohl nicht (es sei den, man ist Architekt!).

Heute wurde der Grundstein für das neue naturwissenschaftliche Gebäude gelegt, den Trakt für die Biologie. Was im Bezirk und darüber hinaus Rang und Namen hat, durfte in der strahlenden Mittagssonne erleben, wie ein Gebäude Kiel gelegt wird. Bezirksstadtrat Gröhler begrüßte Kolleginnen und Kollegen aus der Politik, allen voran Staatssekretärin Zinke und Vertreter aus dem Landesparlament, seinen Stadtratskollegen Naumann, Schulleiter Wolfgang Ismer, den Architekten, Vertreter aus den Verwaltungen des Senats und Bezirks, einige Lehrer/innen und Schüler/innen der Waldschule, den Vorsitzenden der GEV und viele andere.

Diese Grundsteinlegung ist der - wie Wolfgang Ismer betonte - seit 27 Jahren erwartete Baubeginn eines naturwissenschaftlichen Gebäudes, das eine Ausstattung aufweisen wird, die auf der Höhe der Zeit ist und für alle Klassen und Kurse, die naturwissenschaftlichen Unterricht erfahren, auch der erforderlichen Platz bietet. Bezirksstadtrat Gröhler betonte, das ein Sechstel der dem Bezirk zustehenden Mittel in diesen Bau fließen, nämlich zwei Millionen Euro. Bezirksstadtrat Naumann hob hervor, dass die Region Charlottenburg-Wilmersdorf zu ihren elf Gymnasien stehe und sie auf hohem Niveau weiterführen wolle, zumal der Zustrom aus Spandau, aber auch aus anderen Bezirken beträchtlich sei und die drei benachbarten Gymnasien bei Eltern und Schülerschaft sehr begehrt seien. Staatssekretärin Zinke schlug den Bogen zur Einhundertjahrfeier der Waldschule im Juni 2010 und meinte, dass die Feier des Richtfest in dieser Zeit ein schöner Teil der Feierlichkeiten sein könne.

In den Grundstein wurden als Zeitzeugnissen zwei Tageszeitungen, Baupläne, die derzeit gebräuchlichen Münzen und ein Bezirkswappen als symbolischen Gegenständen gefüllt. Dies nennt man Legung einer Zeitkapsel. Architekt und Polier deckten mit einer Platte den Hohlraum für die Kapsel ab. Mit dem Grundsteinhammer wurde die Platte fest gemacht und gute Wünsche für einen zügigen und unfallfreien Fortgang des Baus sowie Wünsche für eine produktive und kreative Nutzung des Gebäudes ausgesprochen.

In sehr vielen Gesprächen, die an einem kleinen Büffet im demnächst fertig werdenden Nachbargebäude weiter geführt wurden, wurden Kontakte gepflegt, Absprachen für weitere Planungen getroffen und manches zur positiven weiteren Entwicklung der Schule fest vereinbart.


25.11.2009: Offizielle Grundsteinlegung für das neue naturwissenschaftliche Gebäude:


Fortsetzung des Rückblicks zum Schuljahr 2008/2009

Oktober 2009 / September 2009 /
August 2009 / Juli 2009 / Mai/Juni 2009 / März/April 2009 / Januar /Februar 2009 / Dezember/November 2008 / Oktober 2008 / September 2008 / August 2008 /





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