Hier findet man eine Übersicht über aktuelle Projekte, die am Fachbereich Mathematik/Informatik der Wald-Oberschule durchgeführt werden.
Übersicht der durchgeführten Projekte
eEducation Berlin Masterplan
Das Euler-Jahr 2007
Interaktive Geometrie-Software
CAS im Leistungskurs Mathematik
Seminarkurs Zahlentheorie
Miet den Prof
Am 11. Juni 2007 erhielt die Wald-Oberschule die Zusage der Senatsbildungsverwaltung, als Masterplan Partnerschule am Projekt eEducation Berlin Masterplan teilzunehmen. Am 29. März 2007 hatte sich die Wald-Oberschule mit einer ausführlichen Darstellung des status quo des Computereinsatzes für dieses Projekt beworben. Die Leistung des Senats: Lieferung von 15+1 Laptops an unsere Schule zur Unterstützung der unterrichtlichen Arbeit. Unser Anteil dabei: Entwicklung und Evaluation von Unterrichtsideen und -konzepten, die den Lernprozess mit diesem modernen Medium effektiver und nachhaltiger gestalten. Im Herbst 2007 findet ein Workshop statt, um das weitere Vorgehen (Einbindung des Notebookpools in den laufenden Unterricht, Fortbildung, Vernetzungsbedarf, Erstellung von Unterrichtsmaterialien, Nutzung des Bildungsportals, des Content-Management-Systems (CMS) und des Lern-Management-Systems (LMS)) abzustimmen.
Vor 300 Jahren - am 15. April 1707 - wurde der Mathematiker Leonard Euler in
Basel (Schweiz) geboren. Der Schüler von Johann Bernoulli I,
der ihn - obschon selbst wenig bescheiden - als
"mathematicorum princeps" bezeichnete, gilt nach Paul Erdös als
der produktivste Mathematiker aller Zeiten. Er hat wertvolle Beiträge nicht
nur zur Mathematik sondern auch zur Physik, zur Astronomie, zur Musik und zu den
Ingenieurswissenschaften geleistet. Sein Werk "Vollständige
Anleitungen zur Algebra" gelten nach der Bibel und Euklids
"Elementen" als am dritthäufigsten verbreitete Buch der Welt.
Das Jahr 2007 ist das Leonhard-Euler-Jahr und wird vielerorts entsprechend
gewürdigt.
Berühmt ist unter anderem Eulers Lösung des Problems der
Königsberger Brücken. Euler sollte folgende Frage beantworten:
"Ist es möglich, die sieben Brücken über die Pregel in
Königsberg so zu überqueren, dass man jede Brücke genau einmal
passiert und wieder dort ankommt, wo man gestartet ist (siehe Zeichnung)?"
Euler konnte diese Frage nicht nur eindeutig beantworten, er hat auch gleich
eine Theorie entwickelt, die in die heutige Graphentheorie mündete. Mit
ihrer Hilfe kann man ähnliche Probleme lösen wie z.B. beweisen, dass
man das bekannte "Haus vom Nikolaus" nur unten beginnen kann.
Euler war auch ein begeisterter - und vermutlich sehr guter - Schachspieler.
Seine Lösung des Rösselsprungproblems ist berühmt. Die Frage
lautet: "Kann ein Springer auf einem beliebigen Feld des Schachbrettes
startend sich so bewegen, dass er alle Felder genau einmal besetzt und am
Schluss wieder dort ankommt, wo er gestartet ist?" Das Problem hat es im
Jahr 2003 sogar in die Fernsehsendung "Wetten, dass?" geschafft, in
der eine Kinderwette zu diesem Thema angeboten wurde. Der neunjährige
Xaver Neuhäusler wettete, dass er mit verbundenen Augen in der Lage ist,
den Springer von einem beliebigen Feld aus über alle Felder zu
führen - Spitzenklasse.
Das Video dazu
kann man sich hier ansehen.
Dieses Jahr soll das Leben Leonhard Eulers an der Wald-Oberschule einer breiten
Öffentlichkeit vorgestellt werden. Geplant sind verschiedene Vorträge
und Ausstellungen verschiedener Fachbereiche (Mathematik, Musik, Latein, Physik,
Geschichte, Kunst, ...). Die Ergebnisse des Seminarkurses Zahlentheorie sind hier zu sehen:
- Der Satz des Fermat-Euler (PDF-Variante einer Powerpoint-Präsentation)
- Ein Film mit Eindrücken von Eulers Wirkungsstätte Berlin
Das Video kann man sich auch als Datei (wmv) herunterladen.
Des Weiteren kann man sich weitere Informationen zu Leonhard Euler hier finden:
Interaktive Geometrie-Software
Seit mehreren Jahren existieren sehr gute Computerprogramme, die das Erstellen geometrischer Konstruktionen nicht nur sehr einfach machen sondern auch die Gelegenheit bieten, eine einmal erstellte Konstruktion im Nachhinein zu verändern und so nicht nur eine statische Zeichnung sondern eine dynamische Figur zu erhalten, mit deren Hilfe man den Einfluss verschiedener Parameter auf die Konstruktion untersuchen kann. Man gelangt auf diese Weise sehr schnell (und alleine!) zu Vermutungen über geometrische Sachverhalte und Zusammenhänge. Als mittlerweile am Markt etabliertes Programm mag Cinderella dienen, das in der Version 1.4.1 frei verfügbar ist. Mit diesem Programm wurde im Schuljahr 2004/05 eine Cinderella-AG durchgeführt, in der die Schüler die Verwendung des Programmes erlernt haben und eigenständig zu Erkenntnissen gelangen konnten. Ein weiteres Programm, das sich sehr gut für den Einsatz in der Schule eignet, ist das Programm Zirkel und Lineal. Beide Programme eignen sich auch dazu, geometrische Konstruktionen als HTML-Datei zu exportieren, so dass die Konstruktionen z.B. im Internet veröffentlicht werden können. Hier kann man sich einige Beispiele einer solchen Vorgehensweise und die Möglichkeiten der Integration in den Unterricht ansehen.
CAS im Leistungskurs Mathematik
Computer-Algebra-Systeme (CAS) wie z.B. DERIVE verschieben den Schwerpunkt der Anforderungen weg vom Beherrschen von Rechentechniken hin zum Argumentieren und entwerfen mathematischer Modelle. CAS sind in Berlin an einzelnen Schulen bereits seit etwa 10 Jahren im Einsatz, aber erst die aktuellen curricularen Vorgaben für die Oberstufe sowie die ab dem Schuljahr 2006/07 gültigen, neuen Rahmenlehrpläne für die Sekundarstufe II erwähnen CAS explizit. Die zentral gestellten Abituraufgaben im Fach Mathematik ab 2007 werden die Tatsache, dass mittlerweile an vielen Berliner Schulen einzelne Kurse mit CAS-Unterstützung durchgeführt werden, berücksichtigen. Es wird deshalb zu den meisten Aufgaben auch eine Variante mit CAS-Einsatz zur Verfügung stehen. Dies zeigen bereits die Musteraufgaben, die eine Komission entwickelt hat und die die Senatsbildungsverwaltung (SenBWF) zur Verfügung stellt, deutlich.
CAS an der WOS zum ersten
Zum ersten Mal wurde an der WOS der Leistungskurs Mathematik,
dessen Schüler 2006 ihr Abitur abgelegt haben, in der
gymnasialen Oberstufe durchgehend mit Unterstützung des
Computer-Algebra-Systems (CAS) DERIVE unterrichtet. Eine
Einführung in das Programm DERIVE fand bereits während des
Profilkurses statt. Nicht nur die Semester- sondern auch die
Abiturklausur wurde mit DERIVE-Unterstützung geschrieben und
konnte deshalb nicht wie alle anderen Abiturklausuren im 2.
Stock des Oberstufengebäudes stattfinden, sondern musste in
den Computerraum verlegt werden. Dies erforderte auch von
Seiten der Schulleitung Aufmerksamkeit und Flexibilität. Zudem
mussten zum Teil neue didaktische Konzepte entwickelt werden,
da es derzeit nur wenig Unterrichtsmaterial zum CAS-Einsatz
gibt. Ein Beispiel einer
Klausuraufgabe, die mit DERIVE-Unterstützung gelöst werden sollte, zeigt Teile der
neuen Anforderungen. Der Einstieg in den Einsatz von DERIVE
geschah stufenweise. So stand z.B. bei den ersten Klausuren
DERIVE nur für manche Teile zur Verfügung und erst ab dem 3.
Semester konnte DERIVE durchgehend verwendet werden. DERIVE
ermöglicht es zudem, reale Probleme wesentlich detaillierter
zu modellieren, so dass anwendungsorientierte Fragestellungen
wesentlich interessanter gestaltet werden konnten. An manchen
Stellen konnte durch den Einsatz von DERIVE der Zugang zu
mathematischen Themen (z.B. Eigenwertprobleme) intuitiver
gestaltet werden. Hier bietet DERIVE erhebliche Vorteile
gegenüber konventionellem Interricht. Eine Übersicht zeigt die
DERIVE-bezogenen Themenschwerpunkte im Unterricht und die
stufenweise Annäherung an eine DERIVE-Klausur:
| Einsatz von DERIVE und Themenschwerpunkte | 1. Klausur | 2. Klausur | |
| Profilkurs |
Im Unterricht wurde DERIVE punktuell eingesetzt
|
ohne den Einsatz von DERIVE |
ohne den Einsatz von DERIVE |
| 1. Semester |
Im Unterricht wurde DERIVE punktuell eingesetzt
|
ohne den Einsatz von DERIVE |
teilweiser Einsatz von DERIVE |
| 2. Semester |
Im Unterricht wurde DERIVE punktuell eingesetzt
|
teilweiser Einsatz von DERIVE |
teilweiser Einsatz von DERIVE |
| 3. Semester |
Im Unterricht wurde DERIVE durchgehend eingesetzt
|
durchgehender Einsatz von DERIVE |
durchgehender Einsatz von DERIVE |
| 4. Semester |
Im Unterricht wurde DERIVE durchgehend eingesetzt
|
durchgehender Einsatz von DERIVE |
durchgehender Einsatz von DERIVE |
Den Schülern des DERIVE-Leistungskurses wurde ein Evaluationsbogens ausgehändigt, den 8 von 10 Schülern am Ende des 4. Semesters im Sommer 2006 ausgefüllt haben. Seine Auswertung hat unter anderem ergeben, dass die Schüler den Erfolg des DERIVE-Kurses deutlich besser beurteilen als der unterrichtende Lehrer selbst. Als positiv wurde von den Schülern beurteilt, dass anwendungsorientierte Fragestellungen die Inhalte interessanter gemacht haben, dass sich Rechenschritte schnell und sicher durchführen ließen, man leicht Funktionsgraphen zeichnen lassen konnte und durch den Kurs sehr gut auf alle mathematisch-technisch orientierten Studiengänge vorbereitet wurde, in denen der Einsatz von CAS mittlerweile obligatorisch ist. Als negative Konsequenz des DERIVE-Einsatzes führten die Schüler die größere Komplexität der Fragestellungen an und die Schwierigkeit, "den richtigen DERIVE-Befehl auf das richtige Problem anzuwenden".
Aus Lehrersicht sind im Wesentlichen folgende zwei Punkte zu bemängeln: Durch den Einsatz von DERIVE wurde die Förderung rechentechnischer Fähigkeiten vernachlässigt. Auf den ersten Blick scheint das kein Problem zu sein, schließlich kann heute auch kein Schüler mehr Logarithmen aus einer Logarithmentafel herauslesen - und muss es dank der Taschenrechner auch nicht mehr -, ohne dass darunter die mathematischen Fertigkeiten gelitten hätten. Beim Übergang vom konventionellen zum CAS-gestützten Unterricht jedoch scheint das Problem gravierender zu sein: Schließlich ist ein gewisses Maß an Überblick und Rechenfertigkeit notwendig zur Antwort auf die Frage, wie ein Problem überhaupt zu lösen sein könnte. Erst dann kann ein so mächtiges Werkzeug wie DERIVE überhaupt sinnvoll zur Lösung eingesetzt werden. Dann aber zeigt DERIVE seine Stärken: Das Programm "verleitet" dazu, "schnell mal etwas auszuprobieren", wodurch interessierte Schüler wesentlich tiefer in die Materie einsteigen können. Als zweite Schwierigkeit hat sich die unterschiedliche Notation - zum einen im Heft und zum anderen in DERIVE - herausgestellt; sie verwirrte die Schüler zusätzlich. Statt bei Extremalproblemen z.B. zu schreiben, die Gleichung f '(x)=0 sei zu lösen, stand dort die DERIVE-Eingabe SOLVE(DIF(f(x),x,1)=0,x).
Insgesamt ist festzuhalten, dass der Einsatz von DERIVE leistungsstarken Schülern mehr geholfen hat als schwachen. Die Hürde "Computer" hat sich nicht als eine solche herausgestellt, alle Schüler waren recht schnell in der Lage, DERIVE sicher zu bedienen. Dennoch wurde von den Schülern gefordert, dass Computereinsatz im Mathematikunterricht früher erfolgen sollte. Eine Möglichkeit, diesem Wunsch nachzukommen besteht darin, im Rahmen des Wahlpflichtfaches Mathematik, das im Schuljahr 2008/09 erstmals für die dann 9. Klassen durchgeführt wird, die Software DERIVE einzuführen.
CAS an der WOS zum zweiten
Der Leistungskurs Mathematik, dessen Schüler voraussichtlich
2008 ihr Abitur ablegen, soll ebenfalls mit
DERIVE-Unterstützung durchgeführt werden. Die Erfahrungen des
ersten Durchganges sollen dazu genutzt werden, die Ergebnisse
sowohl in Hinblick auf das Erlangen mathematischen
Verständnisses als auch im Hinblick auf mathematische
Kommunikationsfähigkeit weiter zu verbessern. Um einer Kritik
gerecht zu werden, soll z.B. verpflichtend ein "Vokabelheft"
eingeführt werden, in das die Schüler DERIVE-Befehle mit
genauer Beschreibung der Syntax eintragen und ihren Einsatz
anhand mehrerer Beispiele illustrieren. Des weiteren wird
verstärkt auf parallelen Einsatz eines CAS und Festigung der
mathematisch-technischen Fertigkeiten geachtet.
Einführungen in DERIVE :
Mittlerweile existieren einige gute Einführungen in das Programm DERIVE, die von Schülern z.B. in Partnerarbeit eigenständig bearbeitet werden können. Nur die beiden erstgenannten befassen sich allerdings mit der an der Schule verwendeten Version 5.
- Einführung in DERIVE 5 (25 Seiten, Quelle: Uni Wien)
- Einführung in DERIVE 5 (48 Seiten, Quelle: Uni Wien)
- Einführung in DERIVE 6 (16 Seiten, Quelle, Sinus-Projekt)
Ab 2007 ist in Berlin eine 5. Prüfungskomponente Teil der Abiturprüfung. Diese kann neben dem Ablegen einer mündlichen Prüfung in besonderer Form auch im Anfertigen einer fachwissenschaftlichen Hausarbeit - auch besondere Lernleistung genannt - bestehen. Die Hausarbeit kann dabei eine Wettbewerbsarbeit sein oder einem beliebigen Kurs zugeordnet werden. Dieser Kurs kann auch ein 2-semestriger Seminarkurs sein, der sich mit besonderen Themenschwerpunkten befasst. Nur wenige Schulen in Berlin haben solche Seminarkurse bisher eingerichtet, da solche Kurse bei der Stundenbedarfsrechnung nicht berücksichtigt werden und eine Schule die drei Wochenstunden für einen Seminarkurs an anderer Stelle einsparen müssen.
Seminarkurs an der WOS zum ersten
An der Wald-Oberschule wurde zu Beginn des Schuljahres
2005/06 neben einem Seminarkurs zum Thema "Shakespeare und
seine Zeit", der dem Fach Englisch zugeordnet ist, ein
Seminarkurs mit dem Thema "Zahlentheorie" eingerichtet.
Der Kurs befasst sich im Kern mit Primzahlen, die als
elementare Bausteine der ganzen Zahlen aufgefasst werden
können (schließlich lassen sich alle diese Zahlen in nicht
weiter zerlegbare Primfaktoren zerlegen). In diesem
Zusammenhang werden Themen wie Teilbarkeit,
Teilbarkeitsregeln, Euklidischer Algorithmus, Rechnen mit
Kongruenzen, kleiner Satz von Fermat, Satz von Fermat und
Euler und kryptologische Verfahren wie der RSA-Algorithmus
behandelt. Im Folgenden gibt es eine detailliertere Übersicht:
- Teilbarkeitsregeln
- Vollkommene Zahlen
- Vollständige Induktion
- Einführung in das Programm ARIBAS mit kleinen Programmieraufgaben
Beispiel: Die ägyptische Multiplikation - Der euklidische Algorithmus (EA)
Diesem Thema kommt zentrale Bedeutung zu. Viele nachfolgende Themen bedienen sich des EA. - Der größte gemeinsame Teiler (ggT)
- Diophantische Gleichungen mit zwei und mehr Variablen
Aufgabenbeispiel aus der 1. Klausur: Hein Blöd muss nach getaner Arbeit für die gesamte Belegschaft Beine zählender Wissenschaftler Brötchen (Blödchen?) einkaufen. Er kauft Schrippen zum Preis von 0,18€, Rosinenbrötchen zum Preis von 0,42€ und Roggenbrötchen zum Preis von 0,34€. Insgesamt ersteht er 87 Brötchen und bezahlt dafür 26,46€. Wie viele Brötchen der jeweiligen Sorte kann Hein zu Hause in seiner Einkaufstasche vorfinden, wenn man davon ausgeht, dass alle drei Brötchensorten annähernd gleich gerne gegessen werden? - Kongruenzklassenarithmetik
oder: Wie kann 9 plus 7 gleich 4 sein? - Kongruenzklassen und prime Restklassen
- Rechnen in primen Restklassen
Es lässt sich z.B. verhältnismäßig einfach die Frage beantworten, wie die drei letzten Ziffern der Zahl 1222973153 lauten. - Der chinesische Restsatz
Anwendungsbeispiel: Ein einfacher Kartentrick - Primzahlen und Eulersche Phi-Funktion
- Asymmetrische Verschlüsselung am Beispiel des RSA-Algorithmus
Um am Ende des Seminarkurses im Sommer 2006 die beteiligten Schüler in die Lage zu versetzen, zu einem ausgewählten Thema der Zahlentheorie eine Hausarbeit anzufertigen, war das Erstellen einer umfangreichen Hausarbeit Thema des Kurses: An verschiedenen Beispielen wurden bereits vorhandene Arbeiten anhand vorgegebener Kriterien untersucht und wesentliche Strukturmerkmale einer Seminararbeit herausgearbeitet. Wesentliche Forderung an die selbst erstellte Hausarbeit ist ein fachübergreifender Aspekt, der bei der Bearbeitung der Themenstellung berücksichtigt werden muss. Am Ende haben sich von den Schülern des Seminarkurses zwei für das Anfertigen einer Hausarbeit im Seminarkurs entschieden. Die beiden Themenstellungen lauten:
-
"Erzeugung von Zufallszahlen durch ausgewählte Verfahren der Zahlentheorie."
Fachübergreifender Aspekt aus dem Fach Philosophie - "Asymmetrische Verschlüsselungsverfahren und ihre Anwendung an
ausgewählten Beispielen."
Fachübergreifender Aspekt aus dem Fach Informatik
Am Ende der Abiturprüfung 2007 werden die Arbeiten, deren Autoren ihr Einverständnis dazu geben, hier veröffentlicht.
Meinung der Kursteilnehmer
Auf einem eigens für den Kurs entwickelten Evaluationsbogen konnten die Schüler
ihre Meinung zudem (erstmals) durchgeführten Kurs äußern. Hier einige Äußerungen:
- "Das Nachteiligste, was mir zu diesem Kurs einfällt, ist die uhrzeitliche Lage und der Fakt, dass nur ein Treffen je Woche war. So war die Neigung zum Vergessen höher. "
- "Perfekt!"
- "Über allem schwebte Forderung nach rigoroser Einplanung von Durcharbeit."
- "Beim nächsten Mal mehr PC-Einsatz."
- "Ich schreibe die Hausarbeit im Seminarkurs, weil ich effektiv und intensiv Einblick in einen Themenkreis erhalten habe, der mein essentielles Interesse geweckt hat und mir ausreichend Kompetenz angeboten wurde. Ja, ob ich geistig hinterher komme, ist eine andere Frage."
Seminarkurs an der WOS zum zweiten
Auch im Schuljahr 2006/07 wurde - neben einem Seminarkurs im Fach Physik zum Thema "Solarenergie" mit 9 Teilnehmern - wieder der Seminarkurs "Zahlentheorie" im Fach Mathematik mit 8 Teilnehmern durchgeführt. Da sich das Konzept bewährt hat, orientieren sich die Inhalte dabei stark an dem Angebot des vergangenen Jahres (s.o).
Im zweiten Jahr des Seminarkurses haben sich von 8 Teilnehmern 4 für das Schreiben einer dem Kurs "Zahlentheorie" zuzuordnenden Facharbeit entschieden. Zwei davon gehören allerdings eher in das Gebiet der diskreten Mathematik.
-
"Das Problem des Handlungsreisenden - Ein Vergleich von Theorie und Praxis anhand ausgesuchter realer Beispiele ."
Fachübergreifender Aspekt aus dem Fach Informatik - "Eulersche und Hamiltonsche Graphen - Eine Komplexitätsuntersuchung anhand selbst gewählter Beispiele."
Fachübergreifender Aspekt aus dem Fach Informatik - "Prüfsummenverfahren in der Informatik - Wo werden sie verwendet und was leisten sie? Ein Überblick anhand geeigneter Beispiele."
Fachübergreifender Aspekt aus dem Fach Informatik - "Primzahltests - Ein Vergleich von Theorie und Praxis anhand ausgewählter Beispiele mit dem Schwerpunkt 'Laufzeituntersuchungen' ."
Fachübergreifender Aspekt aus dem Fach Informatik
Die Technische Fachhochschule Berlin bietet seit einigen Jahren unter dem Titel "Miet den Prof" (vielleicht ist auch der ähnlich klingende Titel "Meet den Prof" gemeint) interessante Vorträge aus den Fachgebieten Mathematik, Physik, Chemie und Informatik an, die von Professoren der TFH an den Schulen gehalten werden: Dieses interessante Angebot wurde in diesem Schuljahr schon mehrere Male in Anspruch genommen; die gehaltenen Vorträge standen dabei in der Regel in einem direkten Zusammenhang mit dem Unterricht.
-
Von der Schiffsform zu glatten Kurven
Im Leistungskurs Mathematik im 3. Semester zum Thema "Lineare Gleichungssysteme" -
Fibonacci-Zahlen
Im Seminarkurs Zahlentheorie zum Thema "Teilbarkeit" -
Kryptographie - eine Übersicht
Im Seminarkurs zum Thema "Verschlüsselungsverfahren" -
Die Kunst, Rosinenbrötchen zu backen
Im Leistungskurs im 4. Semester zum Thema "Wahrscheinlichkeitsverteilungen"
© Wald-Oberschule (Gymnasium), Berlin - 2006-2008. Alle Rechte vorbehalten.
Alle Angaben ohne Gewähr.
www.waldoberschule.de/mathematik