zuletzt aktualisiert: 17.01.2008

Curricula

Hier findet man die inhalts- und kompetenzbezogenen gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Mathematikunterricht an der Berliner Schule. Dazu gehören sowohl die Rahmenlehrpläne der Senatsbildungsverwaltung als auch die von den Schulen in eigener Verantwortung zu entwickelnden "Schulinternen Curricula", die die gesetzlichen Rahmenvorgaben konkret für die eigene Schule spezifizieren und konkretisieren sollen.

Inhalt dieser Seite
Rahmenlehrpläne
Schulinterne Curricula
Stundentafel Mathematik

Rahmenlehrpläne

Die Unterrichtsinhalte im Fach Mathematik richten sich nach den Vorgaben der Senatsbildungsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung (SenBWF). Auf dieser Seite sind alle derzeitig und die zuletzt gültigen Rahmenlehrpläne für das Fach Mathematik sowie der derzeitig aktuelle Rahmenlehrplan für das Fach Informatik zu finden.

In der Sekundarstufe I erforderte die vom Berliner Abgeordnetenhaus beschlossene Verkürzung der Schullaufbahn auf 12 Schulbesuchsjahre einen neuen Rahmenlehrplan, der seit dem Schuljahr 2006/07 für alle Klassen der Sekundarstufe I gültig ist. Er wird ergänzt durch eine Übergangsregelung für die Schüler, die sich im Schuljahr 2006/07 in einer der Klassenstufen 8, 9 oder 10 befinden.

In der Sekundarstufe II existieren derzeit zwei Rahmenlehrpläne: Ein zum Ende des Schuljahres 2007/08 auslaufender für die Jahrgangsstufen 12 und 13 ("Curriculare Vorgaben" genannt) und ein neuer für die Jahrgangsstufe 11, der mit diesem Jahrgang "mitwachsen" und ab dem Schuljahr 2008/09 der einzige in der Sekundarstufe II gültige Rahmenlehrplan sein wird.

Mathematik

Informatik

alte Rahmenlehrpläne

Schulinternes Curriculum (SIC)

Das schulinterne Curriculum prägt in besonderer Weise die Vorgaben des Rahmenlehrplanes aus, es stellt eine Konkretisierung seiner dar. Im Gegensatz zum Rahmenlehrplan - der für alle Schulen gleicher Schulform in gleicher Weise Gültigkeit hat - soll das schulinterne Curriculum die spezifischen schulischen Rahmenbedingungen berücksichtigen und insbesondere schulische Entwicklungsschwerpunkte (ESP), die im Schulprogramm der Wald-Oberschule festgeschrieben sind, mit den fachlichen Inhalten verknüpfen.

"Um die schulspezifischen Entwicklungsschwerpunkte zu berücksichtigen, ist moderner Mathematikunterricht aufgefordert, sich einer neuen Aufgabenkultur zu bedienen und die Schüler zu befähigen, eigenständig Problemlösestrategien zu entwickeln. Der Einsatz fachspezifischer Hilfsmittel wie Computer-Algebra-Systeme, dynamischer Geometriesoftware und Tabellenkalkulation sowie moderner Präsentationstechniken begünstigen diesen Prozess."

Dies sind die einleitenden Wort des schulinternen Curriculums für die Doppeljahrgangsstufe 7/8, mit dessen Entwicklung die Lehrer des Fachbereiches Mathematik am 18. August 2006 (letzter Ferientag) und während der Fachbereichssitzung am 19. September 2006 begonnen haben. Als Grundlage für die Arbeit am schulinternen Curriculum dienen der neue Rahmenlehrplan sowie der Leitfaden zur Entwicklung schulinterner Curricula, die von der Senatsbildungsverwaltung herausgegeben wurden. Im Laufe der weiteren unterrichtlichen Arbeit wird das SIC ständig weiterentwickelt, die Fortschritte hier auf der Seite festgehalten. Die letzte Aktualisierung erfolgte am 24.08.2007.

Schulinternes Curriculum für die Doppeljahrgangsstufe 7/8
Stand: 24.08.2007

Während des Probehalbjahres in Klassenstufe 7 ist die Behandlung der ModuleP1-P3 verbindlich, ihre Reihenfolge aber nicht. Dennoch hat es sich bewährt, die hier angegebene Reihenfolge P3-P2-P1 (s.u.) zu wählen, weil für das Modul P1 die Kenntnis des Proportionalitäts- und insbesondere des Prozentbegriffes (P3) sehr hilfreich ist. Ausgehend von ca. 60 Unterrichtsstunden (das sind 75% der theoretisch in 20 Wochen zu erteilenden 80 Stunden) werden für jedes Modul ca. 20 Stunden eingeplant.

   
Klassenstufe 7
Modul/Inhalt Umsetzung *) Vernetzung

P3 7/8:
Verhältnisse mit Proportionen erfassen
 

  • Beschreiben proportionaler Zuordnungen (Diagramme, Tabellen, Beispiele)

  • Anteile als proportionale Zuordnungen mit Prozentbegriff
  • Maßstab, Vergrößerung/Verkleinerung
  • Realitätsnahe Probleme
  • Proportionalität von Prozentwert und Prozentsatz
  • Koordinatensystem
  • Dreisatz, Verhältnisgleichung, Tabelle
  • Erhöhter und verminderter Grundwert
  • Sachaufgaben mit mehrfacher Anwendung proportionaler Zuordnungen

 
 
 
Vertiefung von
S1, S2, M1, M4, M5, T1-T4

 
 
 
Physik P1
Einüben von Basiskompetenzen,
fächerverbindend ggf. im Rahmen eines Projekttages o.Ä.

P2 7/8:
Negative Zahlen verstehen und verwenden
 

  • Zahlbereichserweiterung und Umwelt

  • Rechenstrategien mit negativen Zahlen entwickeln
  • Zahlengerade
  • Abstand beliebiger Zahlen
  • Rechnen mit negativen Zahlen
  • Variablenberechnungen
  • Einfache Gleichungen
  • Begründung der Vorzeichenregel bei der Multiplikation negativer Zahlen
  • Sachzusammenhänge
  • Rechengesetze

 
 
 
Einstieg mit Spielen
Visualisieren/ Argumentieren

 
 
 
Physik P2, P3, W3

P1 7/8:
Daten erheben und verstehen
 

  • Datenerhebung (Planung und Durchführung)
  • Erfassung von Daten
  • Auswertung von Daten

  • Arithmetisches Mittel
  • Absolute und relative Häufigkeit
  • Klassifizieren und beurteilen

 
 
 
S1, M5
 
 
M1, M4
 
 
S2, T1-T4

 
 
 
Überprüfung der Kompetenzen aus der Grundschule, Bezug z.B. zu den Fächern Ek (Klimadaten), Ge/Sk (Wahldaten) und Sp (Abnahmedaten)

evtl. Prozentbegriff schon bekannt
Gebrauchstexte (Vernetzung mit allen Fächern möglich)

Ende des Probehalbjahres

P6 7/8:
Konstruieren und mit ebenen Figuren argumentieren
 

  • Begriffe Punkt, Gerade, Strecke, Strahl, parallel, orthogonal
  • Klassifikation von Dreiecken (gleichseitig, gleichschenklig, stumpf-, spitz- und rechtwinklig)
  • Winkelsätze: Scheitel-, Neben-, Stufen-, Wechselwinkel sowie Winkelsumme im Dreieck
  • Kongruenzsätze SSS, WSW, SWS, SSWg
  • Besondere Linien und Punkte im Dreieck

 
 
 


 
 T3, T4
 




S2, S3
S1, M2

 
 
 

Überprüfen und Anknüpfen an Kenntnisse aus der Grundschule






Bezug zur Statik herstellen

W4 7/8:
Geometrisches Begründen und Beweisen

  • Eigenschaften von Vierecken mit Hilfe von Kongruenzsätzen begründen
  • Satz über die Mittelparallele
  • Winkelsumme im n-Eck
  • Umkreis- und Inkreismittelpunkt




S1-S3, M2

S1-S3, M2
S1-S3, M2
S1-S3, M2

 

P7 7/8:
Proportionale und antiproportionale Modelle

 

 

P5 7/8:
Mit Variablen, Termen und Gleichungen Probleme lösen

 

 

   
Klassenstufe 8
Modul/Inhalt Umsetzung *) Vernetzung

P5 7/8:
Mit Variablen, Termen und Gleichungen Probleme lösen

   
P4 7/8:
Mit Funktionen Beziehungen und Veränderungen beschreiben
   
P9 7/8:
Reale Situationen mit linearen Modellen beschreiben
   
P10 7/8:
Ebene Figuren und Körper schätzen, messen und berechnen
   
P8 7/8:
Mit dem Zufall rechnen
   

*) Legende zur Umsetzung (methodische Umsetzung der ESP)

selbstständiges und eigenverantwortliches Lernen:
S1: Unterricht in unterschiedlichen Sozialformen (EA/PA/GA)
S2: Stellen offener Aufgaben
S3: Entwicklung von Problemlösestrategien

Einsatz moderner Medien:
M1: Taschenrechner
M2: Dynamische Geometriesoftware (DGS)
M3: Computer-Algebra-Systeme (CAS)
M4: Tabellenkalkulation (TK)
M5: Präsentationstechniken: Powerpoint, Plakate, OH-Folien

Umgang mit Texten:
T1: Textverständnis
T2: Texterfassung
T3: Graphische Darstellung (Diagramme und Funktionen)
T4: Texte verfassen

Beispiel zur neuen Aufgabenkultur

Als Beispiel zur neuen Aufgabenkultur aus dem Pflichtblock P4 7/8 (Mit Funktionen Beziehungen und Veränderungen beschreiben) wurde eine Aufgabe zu linearen Gleichungen gewählt, in der unterschiedliche Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schüler verlangt werden:

- Modellieren realer Phänomene
- Verwenden einer Tabellenkalkulation
- Kritische Betrachtung der Genauigkeit einer Rechnung
- Aufstellen und Lösen linearer Gleichungen
- Beurteilen und sprachlich formulieren (sehr wichtig!)
- Arbeiten mit Karten und Maßstäben (fächerverbindendes Lernen)
- Beurteilen der Gültigkeit eines Modells in der Realität

Die Aufgabe eröffnet weitere Möglichkeiten für eigenständiges Arbeiten der Schüler, indem sie die neuerworbenen Techniken und Kenntnisse auf ähnliche Probleme wie Handy- oder DSL-Tarife anwenden.

Schulinternes Curriculum für die den Wahlpflichtkurs Mathematik 9/10

Ab dem Schuljahr 2008/09 wird an der Wald-Oberschule wieder das Wahlpflichtfach Mathematik angeboten - 2-stündig in den Schuljahren 9 und 10. Eine Vorabinformation - ohne detaillierte Erläuterungen zur methodischen Umsetzung der Entwicklungsschwerpunkte kann man sich als PDF-Dokument hier herunterladen.

Stundentafel

Ab dem Schuljahr 2006/07 werden im Gymnasium in der gesamten Mittelstufe (Klassen 7-10) wieder (wie bereits früher einmal!) wöchentlich vier Stunden Mathematik unterrichtet. Zum Vergleich: Vorher waren es in den Klassen 7 und 8 jeweils vier und in den Klassen 9 und 10 jeweils drei Wochenstunden.

Dies ist eine Folge der Verkürzung der Schullaufbahn auf 12 Schulbesuchsjahre. Für das Fach Mathematik ergeben sich damit 2 Wochenstunden zusätzlicher Mathematikunterricht in der Sekundarstufe I. Da in Klasse 11 derzeit 4 und in den Grundkursen der Jahrgangsstufen 12 und 13 jeweils 3 Wochenstunden Mathematik unterrichtet werden, können diese beiden zusätzlichen Stunden die Verkürzung der Schullaufbahn nicht kompensieren.

Ab dem Schuljahr 2006/07 können an der Wald-Oberschule zusätzlich diejenigen Schüler, die in Klasse 8 nicht eine 3. Fremdsprache als Wahlpflichtfach gewählt haben, in Klasse 9 und 10 Mathematik als 2-stündiges Wahlpflichtfach belegen. Dies wird zum ersten Mal im Schuljahr 2008/09 möglich sein. Mögliche Themen des Wahlpflichtfaches Mathematik sind im aktuellen Rahmenlehrplan der Sekundarstufe I nachzulesen. Welche Lerninhalte an der WOS ausgewählt werden, kann im schulinternen Curriculum nachgelesen werden.

  Klasse 7 Klasse 8 Klasse 9 Klasse 10
derzeitige Wochenstundenanzahl 4 4 4 (+2*) 4 (+2*)
alte Regelung 4 4 3 3
Differenzstundenanzahl 0 0 +1 (+3*) +1 (+3*)

*: bei Belegung des Wahlpflichtfaches Mathematik in Klasse 9 und 10.